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Brustzentrum Ludwigsburg-Bietigheim

Weitere Informationen


Diagnose Brustkrebs, was nun ?

Sie haben einen Knoten in der Brust getastet und befürchten eine mögliche Brustkrebserkrankung? Der erste Schritt ist der Weg zu Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt. Dort werden die notwendigen Untersuchungen wie Ultraschalluntersuchung und Röntgenuntersuchung der Brust (Mammografie) bei einem Radiologen veranlasst.

Bei einem entsprechenden Verdacht erfolgt die Überweisung in die Frauenklinik zur ambulanten Vorstellung und Planung weiterer Untersuchungen. Zunächst wird zeitnah ein Termin zu einer Gewebeprobe durch eine Stanzbiopsie vereinbart. Hierbei wird eine Nadel in den verdächtigen Herd eingeführt und dadurch Gewebe entnommen. Diese Untersuchung geschieht ambulant und sie hinterlässt keine Narben. Am Tag danach liegt der Befund vor und es wird mit Ihnen das notwendige weitere Verfahren besprochen.



Therapie

Hat sich die Diagnose Brustkrebs bestätigt, erarbeiten wir mit Ihnen gemeinsam ein Behandlungskonzept. Schon vor der Operation gibt es die Möglichkeit zur Behandlung mit Chemotherapeutika. So wird der Tumor verkleinert und die brusterhaltende Operation möglich. Eine Entfernung der gesamten Brust ist in der Regel nur dann notwendig, wenn der Tumor relativ zur Brust sehr groß ist, wenn die Haut oder die Brustwand betroffen sind oder wenn das Tumorwachstum innerhalb der Brust von verschiedenen Stellen gleichzeitig ausgeht.

Bei einer Operation werden auf der Seite der betroffenen Brust möglichst viele Lymphknoten unter der Achsel entfernt, um zu verhindern, dass dort evtl. versteckte Tumorzellen erneut zur Erkrankung führen. Nach der Operation wird anhand der genauen feingeweblichen Untersuchung des entfernten Gewebes und verschiedenen Umfelduntersuchungen (Röntgen, Ultraschall, Szintigrafie) ein individuelles Behandlungskonzept nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen mit Ihnen gemeinsam festgelegt. Meist erfolgt eine Strahlentherapie, die häufig mit einer medikamentösen Chemo- oder Hormontherapie kombiniert wird.



Angst

Die Diagnose „Brustkrebs“ stürzt die Patientin oft in eine tiefe Krise. Die Welt scheint verändert, die alte Ordnung aufgelöst, der Boden unter den Füßen weggezogen. Unglaubwürdigkeit über die Diagnostik macht sich breit und paart sich mit Sprachlosigkeit und Gefühlsausbrüchen. Es drängt sich die bange Frage nach der Zukunft ins Bewußtsein. Das Mammakarzinom ist eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung.

Brustkrebs ist heilbar, wenn:

  • Der Tumor frühzeitig erkannt wird
  • Der Tumor sich mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand entfernen lässt
  • Der Tumor noch keine Tumorzellen gestreut hat
  • Durch entsprechende anschließende Behandlungsmaßnahmen möglicherweise schon in andere Körperteile abgewanderte Tumorzellen abgetötet werden können
  • Noch keine Metastasen gebildet sind.

Unser Brustzentrum bietet allen Frauen, die zur Erstdiagnostik und- therapie eines Mammkarzinoms zu uns kommen eine psychosoziale und psychoonkologische Betreuung an. Wir bieten unter anderem Entspannungstraining, autogenes Training, Krisenintervention etc. Bei sozialrechtlichen Problemen stehen Sozialarbeiterinnen zur Verfügung. Ebenso unterstützen diese bei Vermittlung von Kuren und Anschlussheilbehandlungen. Auf Wunsch vermitteln wir Selbsthilfegruppen. Darüber hinaus sind unsere Kliniken-Seelsorger sind für Sie da.



Wie geht es weiter?

Nach Abschluss der Erstbehandlung erfolgt eine regelmäßige Nachsorge, zunächst alle drei Monate. Diese Kontrolluntersuchungen werden im Allgemeinen durch den niedergelassenen Frauenarzt, den Hausarzt und gegebenenfalls in der Ambulanz der Frauenklinik durchgeführt.

Schon in der Klinik bekommen Sie Informationen über das weitere Vorgehen. Die Entlassung aus der Klinik stellt den Übergang in die nachsorgende Betreuung weiterer Netzwerkpartner dar: Brückenpflege, Hausarzt, Psychologen, Physiotherapeuten. Selbsthilfegruppen etc.