Kliniken-Geschäftsführer Edwin Beckert in den Ruhestand verabschiedet
Nach 15 Jahren als Geschäftsführer der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH ist Edwin Beckert zum 28. Februar 2010 in den Ruhestand gegangen.
In den zurückliegenden Gremiensitzungen und seiner Verabschiedung am 28. Januar wurden die zahlreichen Erfolge in der Ära Beckert aufgezählt: Die Gründung der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH 1994 und der Regionalen Kliniken Holding RKH GmbH 2005, die mit der Holding-Gründung verbundene Fusion mit den Enzkreis-Kliniken 2005, die Zusammenschlüsse mit der Orthopädischen Klinik Markgröningen 2007 und den Karlsruher Kliniken 2009. „Mit Energie, Geradlinigkeit und Können haben Sie sich für die Kliniken eingesetzt und vieles erreicht, was Bestand haben wird. Dass die Kliniken gGmbH und die Holding trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen heute so gut aufgestellt sind, ist zu großen Teilen Ihr Verdienst“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas, Vorsitzender des Kliniken-Aufsichtsrats.
Landrat Dr. Rainer Haas hatte in seinen Reden anlässlich der Verabschiedung von Geschäftsführer Edwin Beckert daran erinnert, dass sein Vorgänger Dr. Ulrich Hartmann sowie Erwin Rigg, der damalige Krankenhausdezernent und Verwaltungschef der Krankenanstalten, wegen der damals bevorstehenden Gründung der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH für den Posten des Kliniken-Geschäftsführers einen Fusionsexperte suchten. Sie fanden ihren Wunschkandidaten in Gestalt von Edwin Beckert, der die Allgemeinen Ortskrankenkassen Bietigheim-Vaihingen und Ludwigsburg erfolgreich zusammengeschlossen hatte. „Die Gründung der gGmbH ist eine wegweisende Entscheidung gewesen und die gGmbH selbst ist bis zum heutigen Tag ein Erfolgsmodell, das seinesgleichen sucht“, stellte Landrat Haas fest.
Er hob Beckerts Leistungen hervor: „Sie haben gleich eine neue Ära der Unternehmenskultur begründet, indem Sie einen neuen Führungsstil eingeführt und den einzelnen Bereichen mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zugestanden haben.“ Beckert habe auch frühzeitig erkannt, „dass die Kliniken in Zeiten der Globalisierung und des stetig steigenden Kostendrucks wachsen müssen, um überleben zu können“. So sei es zur Holding-Gründung und zu weiteren Fusionen mit den Enzkliniken, der Orthopädischen Klinik Markgröningen und den Kliniken des Landkreises Karlsruhe gekommen. Gleichzeitig habe Beckert für die wohnortnahe Versorgung der Patienten immer großen Wert auf die Erhaltung der kleineren Häuser wie Marbach oder Vaihingen gelegt und deshalb Privatisierungen abgelehnt. „Für die Landkreisverwaltung und den Kreistag waren Sie zu allen Zeiten ein hochkompetenter und verlässlicher Partner“, sagte Landrat Haas. Seinen Weitblick habe der scheidende Geschäftsführer einmal mehr bewiesen, als er vor fünf Jahren die Geschäftsführung in einen medizinischen und einen kaufmännischen Bereich aufgeteilt habe – er selbst führte den kaufmännischen Bereich weiter, während Dr. Andrea Grebe seitdem medizinische Geschäftsführerin ist. Die Aufteilung der Geschäftsleitung sei ein Modell, das inzwischen auch andere Kliniken übernommen hätten, stellte Haas fest.
„Ihrem Nachfolger hinterlassen Sie ein hervorragend bestelltes Feld. Dafür sage ich Ihnen herzlichen Dank und wünsche Ihnen für den Ruhestand alles Gute und viel Gesundheit“, sagte der Landrat abschließend. Beckerts Nachfolger als kaufmännischer Geschäftsführer der Regionalen Kliniken Holding und der einzelnen Klinik-Gesellschaften ist seit 1. Januar 2010 Dr. Peter Steiner. Der 47-Jährige schloss an der Universität Stuttgart das Studium der technisch orientierten Betriebswirtschaftslehre als Dipl.-Kaufmann ab. Danach arbeitete er als Betriebsplaner und Berater bei der HWP Planungsgesellschaft mbH Stuttgart. Von 1992 an war er als selbstständiger Unternehmensberater tätig und promovierte über das Thema „Messung und Bewertung öffentlicher Leistungen. Der Krankenhausoutput“. Seit 2001 bis heute war er Geschäftsführer Krankenhausfinanzierung und -planung bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) e. V. in Berlin sowie Mitglied oder Vorsitzender in mehreren Gremien der DKG. Die Sprecherfunktion in der Geschäftsführung wurde von Geschäftsführer Beckert auf Dr. Andrea Grebe übertragen.


