125 Jahre Krankenhaus Mühlacker

23.10.2017 15:41 Uhr

Das Krankenhaus Mühlacker feierte seinen 125. Geburtstag. Wie hat sich dieser Krankenhaus-Standort von 1892 bis heute entwickelt? Und was ist für die nächsten Jahre geplant?

 

1890 hatten die Mitglieder der Amtsversammlung des damaligen Oberamts entschieden, sowohl in Maulbronn als auch in Mühlacker Krankenhäuser zur stationären medizinischen Versorgung im Amtsbezirk zu bauen. Beide Krankenhäuser wurden im Jahr 1892 eröffnet.

 

Das Krankenhaus Mühlacker startete mit 12 Betten in der Erlenbachstraße. Um 1910 wurde es auf 42 Betten ausgebaut und nach dem zweiten Weltkrieg um einen Bau für die Innere Medizin erweitert. Auf Beschluss des Vaihingen Kreistags wurde das Krankenhaus Maulbronn geschlossen, das Vaihinger Krankenhaus behalten und das Krankenhaus Mühlacker zu einem neuen Schwerepunktkrankenhaus erhoben. 1970 wurde mit dem Bau des neuen Krankenhauses Mühlacker begonnen und fünf Jahre später in Betrieb genommen.

 

Durch die Kreisreform übernahm der neue Enzkreis das Krankenhaus Mühlacker und bekam vom Kreis Calw auch das Krankenhaus Neuenbürg zugeschlagen. Die darauf folgenden Jahrzehnte führten zu einem steigenden Zuschussbedarf des Kreises für die Kliniken. In seiner Etatrede 2003, der ersten Rede nach seinem Amtsantritt, sprach sich Landrat Karl Röckinger für eine Neustrukturierung der Enzkreis-Kliniken und der Suche nach einem potentiellen Partner aus.

 

Im Jahr 2005 brachte der Enzkreis seine Kliniken in die mit dem Landkreis Ludwigsburg und der Stadt Bietigheim-Bissingen gegründete Regionale Kliniken Holding Neckar-Schwarzwald (heute Regionale Kliniken Holding RKH) ein.

 

Hinsichtlich der medizinischen Ausstattung und Leistungsfähigkeit wurde das Krankenhaus Mühlacker in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Dazu zählen die Installation eines Linksherzkathetermessplatzes, die Kooperation mit der Allgemein- und Viszeralchirurgie im RKH Klinikum Ludwigsburg, die Teilnahme am Schlaganfallnetzwerk Pforzheim-Enzkreis und die Etablierung der Radiologischen Praxis Mühlacker im RKH Krankenhaus Mühlacker.

 

Auch in die bauliche Weiterentwicklung und Ausstattung hat der Enzkreis in den zurückliegenden Jahren kräftig investiert. Seit 2005 wurden insgesamt 33,7 Mio. Euro für die Enzkreis-Kliniken beigesteuert: knapp 11 Mio. für die Stationssanierung, 3,8 Mio. für den Umbau des Radiologiebereichs und das Herzkatheterlabor, rund 1,7 Mio. für die OP-Erweiterung, in Neuenbürg 16,4 Mio. für den Klinik-Neubau und knapp 1 Mio. für den OP-Bereich und das Gelenkzentrum. Die Enzkreis-Kliniken investierten aus Eigenmitteln rund 4 Mio. für den Neubau der Radiologie, 1,7 Mio. für die Wahlleistungsstation und 0,5 Mio. für eine Photovoltaikanlage.

 

Nun steht noch die Sanierung der Funktionsbereiche bevor. Dazu zählen beispielsweise der OP, die Intensiv- und Wachstation sowie die Notaufnahme. In der nahen Zukunft wird in Mühlacker der Bereich Altersmedizin weiter ausgebaut. Zusammen mit niedergelassenen Ärzten soll ein Medizinisches Versorgungszentrum gegründet werden. Langfristig soll der Standort mit mehreren Kooperationspartnern zu einem Gesundheitscampus weiterentwickelt werden.



Pressesprecher

Alexander Tsongas
Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation und Marketing
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