Großes Interesse am Tag der Patientensicherheit

27.09.2017 14:08 Uhr

RKH Kliniken informierten Patienten und Besucher

„Wenn Schweigen gefährlich ist – Kommunikation im Gesundheitswesen“ so lautete das Motto des diesjährigen internationalen Tags der Patientensicherheit. Reden ist der beste Weg! Dies gilt insbesondere für den Klinikalltag. Dabei ist in diesem Fall die Kommunikation zwischen Ärzten und Pflegekräften als auch die Kommunikation zwischen Patient und Klinikmitarbeiter gemeint. Insbesondere die zuletzt genannten Gesprächspartner begegnen sich nicht immer auf Augenhöhe. Sie sprechen zwar in aller Regel dieselbe Sprache, verstehen sich aber inhaltlich dennoch nicht in allen Facetten. Patienten oder deren Angehörige wissen immer wieder nicht, wie sie sich im Klinikalltag verhalten sollen oder wie sie mit ihren individuellen Möglichkeiten selbst aktiv zu einem sicheren Klinikaufenthalt beitragen können.

 

Die RKH Kliniken mit Ihren neun Kliniken in drei Landkreisen haben sich hierzu einiges einfallen lassen und am internationalen Tag der Patientensicherheit am 21. September 2017 eine sogenannte Safety-Card – eine Sicherheitskarte für die Patienten - eingeführt. Auf der Karte werden unter anderem Hinweise zur Hygiene, Identifikation, Medikamente und Entlassung gegeben. Weiter geht es unterer anderem um die Vermeidung von Stürzen. Hier wird zu Hilfsmitteln wie Gehstützen oder Gehwagen und vor allem gutem Schuhwerk geraten und immer wieder wird zum aktiven Austausch miteinander aufgefordert. Die Safety-Card erhält ab jetzt jeder Patient bei seiner stationären Aufnahme.

 

Weiterhin wurde der im Vorfeld angekündigte Animationsfilm zum ersten Mal vorgestellt. Die staunenden Besucher waren von der einfachen Verständlichkeit des Films begeistert. „Jetzt verstehe ich erst, wie ich selbst ein Stück zu meiner Sicherheit und vielleicht auch schnelleren Genesung während meines stationären Aufenthaltes beitragen kann“, sagte eine Patientin. Der Film ist über die sozialen medien abrufbar und kann auch über die Internetseiten der RKH Kliniken angesehen werden. „Auf vielen Bildschirmen in unseren Kliniken wird der Film in Zukunft zu sehen sein“, so Thorsten Hauptvogel, Leiter der Abteilung Qualitätsmanagement der RKH Kliniken. Auch er hatte an einem Stand mit TV im Foyer des Klinikums Ludwigsburg in vielen persönlichen Gesprächen auf die Safety-Card und die daraus resultierenden Maßnahmen aufmerksam gemacht. Hauptvogel ist überzeugt, dass Patienten, die während ihres Aufenthalts das Gespräch mit dem Arzt, einer Pflegekraft oder eines Therapeuten suchen, aktiv zu einer sichereren Behandlung beitragen.

 

Seit einigen Jahren werden große Anstrengungen unternommen, dass unerwünschte Ereignisse nicht entstehen und dass Ärzte, Pflegekräfte oder ganze Organisationen aus unerwünschten Ereignissen lernen und vor allem, dass Patienten im Fall von unerwünschten Ereignissen Hilfe bekommen. Die gute Nachricht dabei ist: Menschen können durch Aufmerksamkeit und Kommunikation einen Beitrag zur Vermeidung von unerwünschten Ereignissen leisten. Hauptvogel forderte Angehörige auf, wichtige Fragen rechtzeitig zu klären, um Missverständnisse schon im Vorfeld zu vermeiden. Er gab ihnen noch mit auf den Weg: „Miteinander vernünftig zu reden ist das Wichtigste, wenn in der Medizin etwas nicht so läuft wie es erwartet wird. Das gilt für Ärzte und Pflegende ebenso wie für Patientinnen und Patienten und deren Angehörige“.

 



Pressesprecher

Alexander Tsongas
Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation und Marketing
Posilipostraße 4
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E-Mail: alexander.tsongas(at)verbund-rkh.de