Ludwigsburger Fachpflegesymposium etabliert sich in der Region

30.06.2017 15:34 Uhr

Foto 1: Vorträge mit Diskussionsrunden und Workshops für Fachpflegekräfte

Foto 2: Akademieleiter Tilmann Müller-Wolff im Interview mit der Praxisanleiterin Inga Theierl

Experten vermitteln wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse

Am 22. Juni besuchten zahlreiche Teilnehmer aus mehr als 16 verschiedenen überregionalen Kliniken das 3. Ludwigsburger Fachpflegesymposiums in der Akademie der Regionalen Kliniken Holding in Markgröningen. In zwölf Fachvorträgen wurden verschiedene aktuelle Themen von Referenten aus den RKH Kliniken und eingeladenen Experten vorgestellt. Die Vorträge bezogen sich inhaltlich auf die Bereiche Akutversorgung von Patienten, Anwendung von Pflegekompetenzen, Techniken und Methoden sowie Herausforderungen in der Pflegepraxis. Dazu zählten beispielsweise Themen wie die Diagnostik und Behandlung von Blutungen im Gehirn, die Triagierung, also die Einteilung der Notfallpatienten nach Priorität, fremdblutsparende Verfahren, Umgang mit Adipositas-Patienten oder Patienten mit Bewusstseinsstörungen.

 

Im Rahmen des Symposiums fanden auch Workshops statt, die vom Weiterbildungskurs Intensivpflege und Anästhesie der RKH Akademie unter Leitung von Anke Kany angeboten wurden. „Durch die intensive Arbeit bei der Erstellung der Workshops konnte sich das Fachwissen sehr gut festigen, vor allem aufgrund des praktischen Anteils“, so Maria Hamel, Mitarbeiterin im Bereich Anästhesie im Klinikum Ludwigsburg. In diesen Workshops, die größten Wert auf eine Theorie-Praxis-Verknüpfung in der Pflegequalifizierung legen, wurden den Besuchern die Themen „Atemwegsmanagement“ und „Atemassistenz“ praxisnah verdeutlicht.

 

Die vielen positiven Rückmeldungen zum bereits 3. Ludwigsburger Fachpflegesymposium bestätigen die Veranstalter in ihrem Vorhaben, diesen Kongress weiterhin jährlich durchzuführen. Eine dieser begeisterten Teilnehmerinnen war Inga Theierl, Praxisanleiterin und erfahrene Fachkraft in einer Neurochirurgischen Überwachungseinheit am RKH Klinikum Ludwigsburg.

Kurzinterview von Tilmann Müller-Wolff, Leiter der RKH Akademie, mit Inga Theierl

 

Tilmann Müller-Wolff (M-W): Frau Theierl, weshalb haben Sie das Ludwigsburger Fachpflegesymposium besucht?

„Als Praxisanleiterin muss ich mich ständig auf aktuellem Stand halten. Dadurch kann ich die Fachthemen sicher weitergeben und Kollegen darin unterstützen, ihre Kompetenzen zu erweitern. Das Symposium bietet die Möglichkeit, in kurzer Zeit viele verschiedene Themen mitzunehmen.“

 

M-W: Was haben Sie neues erfahren?

„Wichtige Fachthemen wurden durch die externen Referenten aus neuen Blickwinkeln beleuchtet, das hat zur Vertiefung beigetragen. Das hilft natürlich auch dabei, fachlich über den eigenen Klinikrand hinaus zu schauen. Berichtet zum Beispiel eine Referentin über ihre Erfahrungen mit Adipositas-Patienten, erschließen sich neue Aspekte, die für die eigene Arbeit hilfreich sind. Durch die kollegiale Diskussion beim Symposium ergeben sich oft weitere Handlungsspielräume.“

 

M-W: Was hat Ihnen besonders gut gefallen?

„Beim Symposium lernt man Experten kennen, die sich praktisch oder wissenschaftlich mit Fachthemen beschäftigt haben. Die vorgestellten Strategien und Lösungen helfen mir dabei, in meiner Abteilung das pflegerische Handeln zu reflektieren. Hierzu haben einige der Referenten beigetragen. Als Beispiel möchte ich den Vortrag der Kollegin vom bundesweiten Netzwerk Delir nennen, einem relevanten Thema in der Neurochirurgie.“

 



Pressesprecher

Alexander Tsongas
Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation und Marketing
Posilipostraße 4
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